26 Buchstaben

Foto: Dirk Biermann

Das Alphabet hat 26 Buchstaben. Ziemlich übersichtlich, scheint es. Was sich damit alles machen lässt, ist jedoch enorm. Im Hilfreichen wie im Bedenklichen.

Damit Ideen Wirklichkeit werden, braucht es das Wort. Damit sich Wörter zu vernünftigen Sätzen verdichten können, braucht es Regeln. Der Prägnanz, der Verständlichkeit, der Abwechslung. Doch Regeln ohne Inspiration produzieren austauschbaren Schrott. Dieser Schrott erreicht niemanden und bleibt deshalb besser ungeschrieben. Oder wenigstens unveröffentlicht.

Deshalb gibt es hier keine unbegleiteten KI-Texte. KI kann bei der Ideensuche behilflich sein, beim Zusammenfassen, Strukturieren und Lektorieren. Und wahrscheinlich bei 1.000 weiteren Aufgaben. Doch für die kreative Textgestaltung taugt sie nur wenig, da kann der Prompt noch so ausgefeilt sein. Weil alles, was sie produziert, auf eine eigentümliche Weise zu perfekt ist. Nach dem immergleichen Strickmuster generiert. Formal vorbildlich, keine Frage, aber ohne Takt, Rhythmus und überraschenden Wendungen. Der inflationär bemühte Gedankenstrich macht es nicht besser. So bleibt die KI ein hilfreiches Instrument, das ich als Journalist, Texter, Autor und Content-Creator für zahlreiche Nebentätigkeiten nutze. Die Kapitänsbinde erhält sie aber nicht.

Nicht, solange ich noch ein Wort mitzureden habe. Dafür bringe ich die 26 Buchstaben viel zu gerne in immer neue Zusammenhänge. Mal witzig, seriös, informierend, schimpfend oder aufrüttelnd. Und dabei oft überraschend. Kreativ halt. Und immer mit Herz und Verstand.

Wenn Ihnen etwas gefällt von dem, was Sie hier sehen und lesen, dürfen Sie sich sehr gerne melden. Ich freue mich auf unseren Kontakt. Aber bitte nichts einfach mitnehmen. Denn ich lebe vom Schreiben, Fotografieren und Beraten.