Alle Artikel vonDirk Biermann

Ich weiß es doch auch nicht

Kinder ab drei gehen mir auf die Nerven. Sie fragen unentwegt: Wozu? Weshalb? Wieso? Und vor allem „Warum?“. Inflationär. Uferlos. Warum dieses, warum jenes? Kaum können sie sprechen, machen sie uns Volljährigen das Leben zur Hölle. Kann die kleinen Gören niemand stoppen? Ihnen die öffentliche Rede verbieten. Oder nur dann erlauben, wenn kein Fragezeichen am Satzende lauert? Fesseln und knebeln ist wenig zeitgemäß. Aber es muss doch wirksame Methoden geben. Pädagogisch wertvoll versteht sich. Eigentlich bin ich nur neidisch. Weiterlesen

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Der Euro ist schuld

Was bin ich froh, dass die Welt wieder so einfach ist. Das war vor einigen Jahren anders. Wollte man als aufgeklärter Mensch glänzen, musste man differenzieren können. All diese unbequemen Graustufen und Farbnuancen im Leben wahrnehmen. Die Dinge waren nicht so oder so, fein in Granit gemeißelt, sondern so und so und so – und noch eine Perspektive und noch eine Herangehensweise. Anstrengend war das. Heute ist das anders, heute geht das Leben wieder leicht. Denn der Euro ist schuld. An allem. Weiterlesen

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Die Last mit der Lust am schnellen Wort

Was müssen das für aufreibende Zeiten gewesen sein, als jede Kurzmitteilung noch als Bildergeschichte mit dem Handfäustel in Granit gemeißelt werden musste. Von wegen mal eben eine E-Mail schreiben. Über einen gewöhnlichen Einkaufszettel dürften schnell mehrere Tage vergangen sein. Blutig gehauene Finger oder Verletzungen durch herumfliegende Splitter inklusive. Schwere Zeiten. Ganz schwere Zeiten. Weiterlesen

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Der eingefleischte Vegetarier

Martin*, 29, ist Vegetarier – und das scheint eine mühsame Angelegenheit zu sein. Die fleischlose Ernährung an sich ist weniger das Problem, eher die Einstellung eines Onkels der Freundin. Der nämlich hat zum Essen eingeladen und hält nichts von Martins Essgewohnheiten. Zusammenreißen solle sich Martin, sich nicht so zieren und mal eine Ausnahme machen. Da sind sich Onkel und Freundin einig. „Als Vegetarier habe ich es nicht leicht“, klagt Martin und wendet sich an Frau Ruth von der Sonntagszeitung. Weiterlesen

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